Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 

Tanzolympiade

Nur ein Punkt.

Nur ein Punkt fehlte uns am 5. April 2014 auf den Pokal der 12. Tanzolympiade Bozen. Aber da dieser eben fehlte, mussten wir uns mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

Wir vierzehn Schüler des Sprachen - und Realgymnasiums Bruneck hatten uns lange auf dieses Event vorbereitet. Mit Schweiß und Tränen haben wir Hebefiguren, Tanzschritte, Pirouetten, Schrittkombinationen, Drehungen und viel mehr ausprobiert, um eine dem Sieg gerechte Choreographie umzusetzen. Trotz vieler blauer Flecken stürzten wir uns mit vollem Einsatz in den Wettbewerb - und zu Boden. Und in nur wenigen Wochen hatten wir eine eindrucksvolle Schrittfolge zusammengestellt (das Lob geht hier hauptsächlich an unsere Choreographin Barbara Medei, die uns trotz unserer oftmals schon peinlichen Aussetzer nie aufgegeben hat und immer Geduld mit uns hatte). Es galt noch, die Schrittfolge genau einzuprägen und ja nicht zu vergessen, was als nächstes dran war. Nachdem die Generalprobe nicht ganz wie gewünscht verlaufen war, hatten wir schon wenig Hoffnung, doch ein berühmtes Sprichwort machte uns wieder Mut: „Man sagt, wenn die Generalprobe daneben geht, wird die Aufführung umso besser!“

Das stundenlange Proben zahlte sich schließlich aus - am späten Nachmittag des 5. Aprils 2014 befanden wir uns endlich auf dem Weg nach Bozen. Mit unseren Mittänzern und gleichzeitigen Konkurrenten aus dem „Liceo Pluricomprensivo“ und der „Shabba- Crew“ bereiteten wir uns, dort angekommen, auf den Showdown vor. Viel Zeit blieb uns nicht: Einmal kurz auf die Bühne und schnell noch einmal die Schrittfolge durchgehen, ins Kostüm schlüpfen, schminken und Masken aufsetzen - und schon ging' s los.
Zuerst waren die Grundschüler an der Reihe, deren Vorführungen von einer Darbietung der Gruppe „DanceProject“ aus dem Stück „Der Zauberer von Oz“ eröffnet wurden. Obwohl noch sehr jung, zeigten uns die Grundschüler auf sehr eindrucksvolle Weise, dass auch sie viel Arbeit und Zeit in ihre Darbietungen gesteckt hatten.

Als Überleitung zum Wettbewerb der Oberschulen diente ein atemberaubender Showact einer Bozner Tanzgruppe, bestehend aus fünf durchtrainierten jungen Männern, die eindrucksvolle Kunststücke vollführten.Wir waren schon ganz aufgeregt, jeden Moment war es soweit. Laut Plan wären wir als letzte Gruppe an der Reihe gewesen, doch … „...Humanistische Gymnasium Nicolaus Cusanus Bruneck, Brunico“, kündigte uns die Moderatorin der Veranstaltung an. Wir reagierten nach anfänglicher Verwirrung schnell und beeilten uns, noch rechtzeitig auf die Bühne zu kommen. Doch wir waren nicht nur an falscher Stelle aufgerufen worden – auch hatte die Moderatorin uns noch als Humanistisches Gymnasium Bruneck bezeichnet; wir hatten uns doch als Sprachen – und Realgymnasium Bruneck beworben!
Ungeachtet des anfänglichen Schocks und des überstürzten Anfangs legten wir dennoch geordnet und beinahe fehlerlos unseren Auftritt hin und ernteten tosenden Applaus der Menge.
Nach nur zwei Vorführungen und einer wunderschönen und atemberaubenden Darbietung der „Shabba – Crew“, die von unserer Choreographin geführt wurde, wurde es Zeit für die Siegerehrung. Begeistert klatschten und jubelten wir, als das „Liceo Pluricomprensivo“ den dritten Preis verliehen bekam. Trotz überragender Leistung (dies wurde uns sowohl von unserer Choreographin, als auch von unserer enthusiastischen Sportlehrerin Elisabeth Tinkhauser und unseren Freunden bestätigt) hatten wir schon im Gefühl, dass wir den Pokal an diesem Tag nicht nach Hause bringen würden. Aufgrund dieser Vorahnung überraschte es uns noch mehr, als wir – hoffnungslos und nur noch halbherzig auf das Gerede der Moderatorin achtgebend – auf einmal zu den Zweitplatzierten gekürt wurden. Als ob das nicht genug wäre, war es noch so, dass, auch wir Erstplatzierte gewesen wären, wenn wir noch einen Punkt mehr bekommen hätten.

Von der Jury und vielen anderen Choreographen und Zuschauern wurde uns übrigens gesagt, dass unsere Darbietung der Siegerchoreographie (deren erste Hälfte übrigens aus dem Herzeigen viel nackter Haut und aufreizenden Bewegungen attraktiver junger Damen bestanden hatte und deren zweite Hälfte aus einem „Camp Rock 2“ - Musikvideo „entliehen“ worden war) überlegen gewesen war. Das einzige Manko an unserer Choreographie war, dass wir die Bühne anscheinend nicht richtig genutzt hatten. Wären wir bloß wie die Siegergruppe, schräg gestanden!

Einerseits traurig darüber, nicht ins Finale gekommen zu sein, und andererseits glücklich darüber, uns überhaupt einen Podestplatz ertanzt zu haben, fuhren wir alle nach Hause. Dies ist wohl unser letztes Treffen als Tanzgruppe gewesen.
...Dachten wir! Doch es ist noch nicht zu Ende. Nur wenige Tage später erreichte uns per Facebook eine Nachricht unserer Choreographin Barbara Medei. Es herrschte Verwirrung:´Zum ersten Mal in der Geschichte der Bozner Tanzolympiade wurde ein Finale für die Zweitplatzierten veranstaltet – und wir waren dazu eingeladen.
Einige Tage später folgten auch schon Termin und Ort: Am 17. Mai 2014 sollen wir uns in Bologna erneut beweisen.

Und ich bin mir sicher, dass wir – wenn schon nicht von Bozen - wenigstens von dort einen Siegerpokal heimbringen werden! Drückt uns alle die Daumen!
 
 
 Zurück zur Liste 
Tanzolympiade
Tanzolympiade
 
 


 
Login News Kontakt