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Asteroidenjagd 2015

von Heidi Niederkofler (4bR)

In den Projekttagen Ende Januar wurden viele verschiedene Tätigkeiten für die Schüler angeboten, darunter auch das Projekt „Asteroidenjagd“, bei dem man sich mit Hilfe des hauseigenen Astrophysikers Professor Christof Wiedemair auf die Suche nach eben diesen Asteroiden machen konnte.
Die neun Schüler des Realgymnasiums und der Astrogruppe, die sich für das Projekt gemeldet hatten, wurden in drei Gruppen unterteilt. Anfangs erläuterte der Professor noch für alle die Grundlagen, die für die Suche nach den Asteroiden nötig sind. Trigonometrie, Vektorrechnung, Keplergesetze usw. sind für die Mathegenies aus dem Realgymnasium natürlich kein Problem und so konnte die Vorbereitung schnell beendet werden. Jetzt hätten sich die verschiedenen Gruppen eigentlich coole Science-Fiction-Namen für die eigene Gruppe ausdenken, doch wenig kreativ blieb es bei den Namen „Gruppe 1“, „Gruppe 2“ und „Gruppe 3“. Später wurden die Gruppen dann zwangsumbenannt, nämlich nach den Vornamen des Mädchens, das in der jeweiligen Gruppe war. So konnten sich „Gruppe Caren“, „Gruppe Ira“ und „Gruppe Heidi“ frisch ans Werk machen: 

Man sollte sich auf der Grundlage der zuvor angestellten Berechnungen den Ausschnitt des Himmels und die Zeit der Himmelsbeobachtung aussuchen, außerdem das Teleskop des Netzwerks von „itelescope.net“, mit welchem man beobachten wollte. Außerdem noch diverse andere Einstellungen, die für die Qualität der Bilder wichtig waren. Diese Überlegungen brauchten viel Zeit, überhaupt weil das schulinterne Internet wegen Überlastung durch andere Projekte nicht zu gebrauchen war. Improvisierend konnte man bis zum Ende des Treffens trotzdem alles klären und der Aufnahme der Bilder stand nichts mehr im Weg. Am Nachmittag sollte es zur Beobachtung mit einem Teleskop in Siding Springs, Australien kommen, natürlich nur, wenn das Wetter mitspielte. Dies tat es leider nicht und so fielen alle Pläne – wortwörtlich – ins Wasser. Dasselbe galt für den Ersatztermin am Morgen des zweiten Projekttages, wo eine Beobachtung in Mayhill, New Mexico angesetzt gewesen wäre. 

Zum Glück ist unser Professor ein Meister der Improvisation und wir konnten unsere Arbeit mit einigen Bildern, die die Astrogruppe vor wenigen Tagen aufgenommen hatte, fortsetzen. „Glück im Unglück“ hatten wir auch bei der Suche nach den Asteroiden: Obwohl die benutzten Bilder eigentlich nicht für den Zweck der Asteroidenjagd optimiert waren, fanden wir mehr der begehrten Objekte als zuvor angenommen, nämlich 15! Bald war auch schon der zweite Projekttag vorbei und man ging mit der Hoffnung aus dem Klassenzimmer, dass das Wetter in Australien am Nachmittag gut sein würde und man doch noch einige Bilder machen könne.

Dieses Mal hatten wir Glück und hatten am dritten und letzten der Projekttage endlich selbst aufgenommene Fotos des Himmels, die wir auswerten konnten. Bald schon fanden wir viele verschiedene Asteroiden und verglichen diese mit schon bekannten Funden. Natürlich waren alle schon entdeckt und katalogisiert, doch einen Asteroiden fanden wir, der noch nicht im Katalog aufschien und wir hatten die Hoffnung, einen neuen Fund gemacht zu haben. Dies bestätigte sich, aber wegen einer angrenzenden Galaxie, die einen Messfehler verursachen könnte, mussten die Daten mehrfach geprüft werden, damit man ihn noch einmal wiederfinden kann.
In einer Exceltabelle werteten wir Zeiten und Koordinaten unseres Fundes aus und erstellten eine Ausgleichsgerade, mit der wir den Ort bestimmen konnten, an dem dieser zu einem zukünftigen Zeitpunkt wieder auftauchen würde. Schließlich wurden alle unsere Funde an das IAU Minor Planet Center in Cambridge gemeldet.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass diese Tage für Spannung und Begeisterung bei den Schülern sorgten und allen viel Spaß machten. Für die Schüler, die nicht der Astrogruppe angehören, bot das Projekt auch einen kleinen Einblick in die Arbeit dieser Gruppe. Außerdem ist der mögliche Fund eines neuen Asteroiden ein großer Erfolg. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann nicht nur den Asteroiden „Bruneck“, sondern auch „Bruneck2“?





 
 
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