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Glaziologiecamp 2017

In diesem Schuljahr nahmen 22 Maturanten und Maturantinnen Südtirols am zweisprachigen Glaziologiecamp im Nationalpark Stilfser Joch teil. Das Glaziologiecamp wurde gemeinsam vom deutschen und italienischen Bildungsressort organisiert und fand vom 12. bis 16. September 2017 statt. Geologie, die Vegetation im Hochgebirge und die Auswirkungen des Klimawandels waren die Themenschwerpunkte dieser Woche.
Meine Mitschülerin Thea Schwingshackl und ich hatten heuer das Glück, beim siebten Glaziologiecamp im Nationalpark Stilfser Joch dabei zu sein. Gemeinsam mit 20 anderen Maturantinnen und Maturanten aus deutschen und italienischen Oberschulen Südtirols starteten wir am Morgen des 12. Septembers 2017 mit dem Zug nach Spondinig, um von dort mit einem Bus aufs verschneite Stilfser Joch in unser Hotel „Franzenshöhe“ zu fahren. Trotz des schlechten Wetters während unseres Aufenthalts konnten wir das Programm glücklicherweise wie geplant durchführen.
Den ersten Tag verbrachten wir auf dem Joch und erhielten dort, während wir durch den Neuschnee stapften, eine Einführung in die Geologie und Klimageschichte der Alpen. Abends wurde uns der Naturpark Stilfser Joch in Form eines Vortrages noch detaillierter vorgestellt.
Tags darauf schmolz der Schnee, sodass wir uns in Gruppen der Untersuchung von Pflanzen und Gesteinen im Gletschervorfeld widmen konnten. Unsere Ergebnisse präsentierten wir anschließend den anderen Teilnehmern.
Mit unseren neu gewonnenen Erkenntnissen wagten wir uns am nächsten Tag an den Aufstieg zur Suldenspitze. Trotz klirrender Kälte, starkem Wind und Regen erreichten wir mit Pickel und Steigeisen, geführt von fünf Bergführern, den Gipfel. Nach einem Besuch in der Sauna unseres Hotels und einem 4-Gänge-Menü waren alle wieder aufgewärmt, gestärkt und bereit, einen Anruf aus den USA entgegenzunehmen. Via Skype erklärte uns der Initiator des Glaziologiecamps, Paolo Gabrielli (Ohio State University), das „Ortles-Project“, welches im Jahr 2011 auf dem Ortler gestartet wurde. Mit Hilfe von Kernbohrungen wird dort die Entwicklung des Klimawandels erforscht und aufgezeichnet.
Am letzten Tag erhielten wir Besuch von Peter Unterluggauer (Botaniker an der Universität Innsbruck), der uns das Projekt GLORIA vorstellte. Es beschäftigt sich in seinen Forschungen mit der Frage, wie Pflanzen im Hochgebirge auf die Erderwärmung reagieren. Unter Anleitung der Referenten hatten wir die Möglichkeit, an diesem Projekt auf dem „Monte Marmotta“ oberhalb der Franzenshöhe mitzuarbeiten.

Viel zu schnell waren unsere Tage auf dem Stilfser Joch zu Ende und wir mussten die Heimfahrt antreten.
Am 20. Oktober präsentierten wir die Ergebnisse des gesamten Camps bei den „Giornate delle scienze“ an der EURAC in Bozen.
Für uns alle wird der Aufenthalt am Stilfser Joch ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Wir konnten nicht nur eine Menge lernen – es entstanden auch neue Freundschaften und uns eröffnete sich eine neue Perspektive für die Zukunft.

Pauline Alton, Klasse 5bR
 
 
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