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Schiff ahoi!

Bericht zum I.C.E-Camp 2017

Der bekannte Polarforscher und Buchautor Arved Fuchs hatte 2007 den Einfall, ein internationales Jugendcamp ins Leben zu rufen, bei welchem die Thematik rund um die Klimaerwärmung den Schwerpunkt bilden sollte.
Die Idee war es, Jugendliche für die Klimaproblematik zu sensibilisieren. 2017 fand die zehnte Auflage des Camps statt, an der auch jemand von unserer Schule die Möglichkeit bekommen sollte teilzunehmen. In einem schulinternen Wettbewerb konnte ich mich mit meiner Projektarbeit mit dem Thema „Virtual water going the wrong way – Threats to global freshwater resources“ für die Expedition qualifizieren.
Am 9. Juni startete ich voller Spannung, aber auch Aufregung meine Reise nach Hamburg. Am darauffolgenden Tag durften ich und acht weitere Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Luxemburg, Estland und der Türkei an Bord der „Ryvar“. Auf dem Segelboot sollten wir den Großteil der Reise verbringen. Dabei war die Stadt Kiel Startpunkt der Reise. Von dort ging es quer durch die dänische Südsee mit Ziel Sonderborg. Uns begleiteten der Wissenschaftler Dr. Dirk Notz und der pensionierte Lehrer Ulrich Jordan, die das ganze Projekt mitentwickelt hatten. Außerdem hatten wir verschiedene Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung sowie des Thünen-Instituts für Ostseefischerei für Vorträge an Bord.
Vom Kapitän und seiner Ehefrau bekamen wir eine Einführung in die Kunst des Segelns, wobei wir auch täglich mit anpacken mussten. Das meist sehr windige Wetter und die unruhige See machten die zum Teil ziemlich langen Überfahrten auf dem wackeligen Segelboot zum Abenteuer.
Der Küchen- und Putzdienst gehörte ebenfalls zum täglichen Programm, wobei auch das viel Spaß machte. Während der Überfahrt von einem Hafen zum nächsten beschäftigten wir uns vor allem mit unserem Planspiel zum Thema „Offshore Oil & Gas Industry in the Arctic“. Dabei schlüpften wir in die Rollen von Unternehmern, Umweltschützern und Regierungsvertretern, wobei wir einen Vertrag entwickeln mussten, der alle Interessen berücksichtigen und miteinbeziehen sollte. Dabei kam es zu heftigen Diskussionen, da auch Intrigen und Bestechung mit von der Partie waren. Auch wenn es für einige Zeit unlösbar schien, kamen wir zu einem Kompromiss und konnten am Ende des Camps einen selbst aufgesetzten, fiktiven Vertrag unterzeichnen. Durch dieses Planspiel lernten wir verschiedene Anschauungspunkte zu diesem Thema kennen, konnten unsere Überzeugungskraft schulen und gleichzeitig etwas über Ölbohrungen in der Arktis lernen.
Täglich hatten wir die Möglichkeit verschiedenen Vorträgen beizuwohnen. Diese umfassten verschiedenste Themen wie Mikroplastik, Dorschfischerei, Walforschung, regenerative Energien, die Klimaerwärmung aus den Blickpunkten verschiedener Forscher u.v.m. Die Referenten verbrachten meist die Nacht auf dem Schiff und wir bekamen die Möglichkeit weiter zu diskutieren und ihnen Fragen zu stellen.
Die Wissenschaftler zeigten sich auch von ihrer persönlichen Seite, sodass wir mit ihnen bald eine freundschaftliche Beziehung entwickeln konnten. Die Teilnehmer des Camps waren alle sehr motiviert und gemeinsame Interessen schweißten uns bald zusammen. Die Tatsache, dass wir uns alle gut miteinander verstanden, machte die Woche sehr angenehm, vor allem auch aus dem Grund, da wir den Großteil des Camps zusammen auf engstem Raum verbringen mussten. Die fünf verschiedenen Ortschaften, die wir während der Reise besuchten, durften wir meist allein erkunden. Gemeinsame Ausflüge in diverse Museen und Forschungsstationen gehörten aber ebenfalls zum Programm.
Erwähnenswert ist auch, dass der Organisator Arved Fuchs und seine vielbeschäftigte Crew uns einige Tage mit ihrem Schiff „Dagmar Aaen“ begleiteten. Am Anlegeplatz durften wir sein Schiff besichtigen, mit welchem Fuchs schon viele Expeditionen erlebt hatte. Abends trafen wir uns manchmal mit ihm und er erzählte uns spannende Geschichten von seinen Reisen, seinen Büchern, aber auch von seinem Privatleben.
Zum Abschluss feierten wir gemeinsam mit der Crew und den Wissenschaftlern ein Barbecue. Der Abschied fiel allen sehr schwer.
Die Woche brachte uns sehr viele Erfahrungen, die für den ein oder anderen vielleicht sogar zukunftsweisend werden sollten. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, an diesem unvergesslichen Abenteuer teilzunehmen. Abschließen möchte ich mit dem Wunsch, dass Arved Fuchs und sein Team dieses Camp auch weiterhin veranstalten, um vielen Jugendlichen die Augen für dieses wichtige Thema zu öffnen.

Mehr erfahren über Arved Fuchs und über das Camp 2017 unter:

https://www.arved-fuchs.de/ice/ice-2017

Martina Kröll, 5cS
 
 
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