Sprachenfestival 2026 – Weltklänge – Weltworte
Auch im Schuljahr 2025/2026 freute sich die Schulgemeinschaft des Cusanus-Gymnasiums auf einen besonderen Tag: Am 5. Februar wurden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Sprachenfestivals dazu eingeladen, in die wundervolle Welt der Sprachen einzutauchen, ihre Feinheiten zu erkunden sowie den kulturellen Reichtum unserer Schule zu erleben. In diesem Jahr stand das Festival unter dem Motto „Weltklänge - Weltworte“.
Die Zweitklässler aller Fachrichtungen unseres Gymnasiums fanden sich zu Schulbeginn in der Aula Magna ein, wo Frau Direktor Stifter in den Tag einführte. In einer kurzen Ansprache betonte sie den Wert der verschiedenen Sprachen, Kulturen und individuellen Lebensgeschichten an unserer Schule. Im Sinne des diesjährigen Mottos verwies unsere Direktorin außerdem auf die unterschiedlichen Melodien und Eigenschaften der Sprachen unserer Welt. Besonders zum Ausdruck kommen diese in musikalischer Form. So vermitteln ein und dieselben Kompositionen in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Stimmungen. Musik – ein Wort, das in vielen Sprachen ähnlich klingt, – ist also ein verbindendes Glied zwischen nahezu allen Sprachen. Passend hierzu sorgte die Schulband, bestehend aus passionierten Jugendlichen aller Klassenstufen, für musikalische Unterhaltung.
Im Anschluss an die Ausführungen von Frau Stifter erzählten zwei angehende Maturanten von ihren Erlebnissen in Übersee im Rahmen eines Auslandsjahres. Sie vermittelten, dass Sprachen nicht nur Konstrukte aus Vokabeln und starren Regeln sind, sondern vielmehr gelebtes Kulturgut. Ihr Fazit: Um eine Fremdsprache zu beherrschen, muss man sie im Alltag verwenden, auch wenn dies manchmal durchaus beschwerlich sein kann.
Nach der Einführungsveranstaltung bekamen die Schülerinnen und Schüler dann die Möglichkeit, mit den verschiedenen Sprachen, die an unserer Schule gesprochen werden, in Kontakt zu treten. Dazu fanden sie sich in ihren Klassen ein, wo ihnen Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Mini-Sprachkursen verschiedene Fremdsprachen näherbrachten. Hierbei verlieh die Fülle an Angeboten von Urdu über Arabisch hin zu Russisch der Diversität an unserer Schule Ausdruck.
Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2aR, nahmen an einem Albanisch-Kurs teil und konnten sowohl die Fremdartigkeit als auch die Vertrautheit der Sprache erleben. Die Schülerinnen albanischer Abstammung lehrten uns viel über die Bräuche und typischen Gerichte der Heimat ihrer Vorfahren und zeigten so auf, dass die albanische Diaspora in Südtirol ihr kulturelles Erbe pflegt. Auch die Geschichte und die Zeitgeschichte des albanisch sprechenden Balkans wurden uns nähergebracht. Zu unserer Freude durften wir uns sogar an albanischen Tänzen versuchen, bei welchen auch einige Lehrpersonen das Tanzbein schwangen.
Im darauffolgenden Abschnitt des Vormittags präsentierte uns die große ladinische Gemeinschaft an der Schule ihre Sprache. Die jungen Leute halten das kulturelle Erbe der Dolomitentäler am Leben. Wir konnten uns daran versuchen, die Bedeutung ladinischer Begriffe zu erraten und wir übten uns in der Aussprache von typisch ladinischen Lauten. In spielerischer Form wurden uns überdies einige ladinische Begriffe und Wörter beigebracht. Am Ende der beiden Sprachkurse lockten dann jeweils noch musikalische Unterhaltung und Ratespiele, die den Ehrgeiz so mancher von uns weckten. Ebenfalls mit Feuereifer dabei waren wir bei einem kurzweiligen Sprachen-Escape-Room, der uns nicht nur sprachliche, sondern auch mathematische Kenntnisse abverlangte.
Nach der großen Pause konnten wir schließlich unser Rhythmusgefühl bei Mini-Tanzkursen unter Beweis stellen. Zunächst wurde uns der Cha-Cha-Cha nähergebracht, dann versuchten wir uns am Walzer und tanzten zum weltbekannten Stück „An der schönen blauen Donau“. Dabei konnten wir uns von der Musik treiben lassen und uns ausgiebig bewegen.
Zum Abschluss fanden sich die Jugendlichen erneut in der Aula Magna ein, wo ihnen die Theatergruppe ein kurzweiliges Schauspiel vorführte. Thematisiert wurden nicht nur Stereotype und angeblich typische Charakterzüge von Angehörigen verschiedener Nationen, sondern auch Trumps Politik kam nicht ungeschoren davon. Anschließend bedankten sich die Verantwortlichen bei allen Mitwirkenden und auch die Schülerinnen und Schüler durften auf eine kleine Überraschung hoffen – die tanzfreudigste Klasse erhielt eine kleine Jause.
Das Sprachenfestival stellt für viele Schülerinnen und Schüler einen Höhepunkt des Schuljahres dar. Sprachen sind weit mehr als nur Mittel zur Kommunikation! Die verschiedenen Sprachen und Kulturen werden an diesem Tag ins Scheinwerferlicht gerückt. Durchaus zu Recht, denn bereits der Gelehrte Wilhelm von Humboldt erkannte: „Sprache ist der Schlüssel zur Welt“.
David Haller, 2aR
Das könnte Sie auch interessieren
We proudly announce…
Bald ist es soweit und die Premiere unseres Schultheaters findet statt.
Schule macht Theater und alle helfen mit
Die Vorbereitungen für unser Schultheater sind in vollem Gange. Die Premiere findet am 27. März 2026 statt. Während die Proben unter der Regie von Professor Georg Aichner und Professor Markus Schwärzer schon seit einigen Wochen erfolgreich laufen, beginnt in dieser Woche eine Gruppe Schülerinnen und Schüler unter der Leitung unserer Professorin für Zeichnen und Kunstgeschichte Elke Schuster mit dem Bühnenbau.
Die Astrogruppe jagt den Asteroiden „Hossi“
In den Nächten des 10., 13. und 14. Dezember 2025 hat sich die Astronomiegruppe unser Schule einer besonderen Herausforderung gestellt: der Beobachtung des kleinen Asteroiden „Hossi“, der nach der deutschen Physikerin und Wissenschaftskommunikatorin Dr. Sabine Hossenfelder benannt ist.