Kein Krieg beginnt als Krieg
Heute, am 24.02.2026, jährt sich der Beginn des Krieges in der Ukraine zum vierten Mal. Diesbezüglich hat die Klasse 4bS an einer fächerübergreifenden Recherche gearbeitet, in welcher Parallelen zwischen den Rechtfertigungsstrategien Wladimir Putins und Julius Caesars gezogen wurden.
Jahrhundertelang bestehende Narrative und Strategien wurden hierbei analysiert und Aussagen mit überprüfbaren Fakten verglichen. Dieses Projekt verdeutlicht die Wichtigkeit des Fremdsprachenunterrichts, denn dieser ist als historisch-politische Bildung zu begreifen insbesondere im Licht der Demokratiefeindlichkeit und Desinformation.
Nachdem während des Unterrichts bereits originale Textauszüge aus Julius Caesars “De bello Gallico” übersetzt und auf strategische Hintergründe analysiert wurden, war das Projekt sehr passend, um Verbindungen zwischen antiken und aktuellen Kriegsrechtfertigungen zu ziehen. Außerdem konnten sich die Russischschülerinnen als Vorbereitung eine Rede Putins zum Kriegsbeginn im russischen Original ansehen. Das Projekt begann mit einer Wiederholung und Vertiefung zum Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine, wobei besonderer Fokus auf Vorwürfe, Behauptungen und Begrifflichkeiten des russischen Präsidenten gelegt wurde. Folgend wurde in Gruppen zu unterschiedlichen Aussagen und Narrativen recherchiert. Die Ergebnisse dieser Recherchen wurden daraufhin ausgetauscht und im Kollektiv diskutiert.
Hier die zusammengefassten Ergebnisse der Recherchen:

Trotz anderer Rahmenbedingungen scheinen die Rechtfertigungsstrategien und Narrative seit Jahrtausenden unverändert geblieben zu sein, was jedoch nicht bedeutet, dass sie heutzutage an Kraft verloren haben. Deshalb sind Faktenchecks und gesellschaftliche Bildung von höchster Wichtigkeit, denn sie ermöglichen Differenzierung und kritisches Einordnen. Der heutige Tag soll nicht nur an den Beginn des Ukrainekrieges erinnern, sondern soll unter anderem zum Hinterfragen von Berichterstattungen anregen. Ein Projekt wie dieses verbindet Fremdsprachen mit politischer Bildung und zeigt, dass kein Krieg als Krieg beginnt.