Ups, vergessen …

Drrrring … der Wecker hatte mich ohne Pardon aus meinem so unfassbar schönen Traum gerissen. So gerne hätte ich gewusst, wie die Geschichte ausgegangen wäre. Ich konnte mich noch an jedes Detail erinnern und wusste sofort: Ich muss das in der Schule schnellstens meiner Freundin erzählen. Als sie mir ihrerseits enttäuscht berichtete, dass sie in dieser Nacht leider nichts geträumt habe, musste ich ihr widersprechen. Vor kurzem erst habe ich nämlich einen aufschlussreichen Artikel über unsere Träume gelesen.

 

Ich erklärte ihr: „Jeder träumt! Dieses Phänomen spielt sich in der REM-Phase ab. In dieser REM-Phase befinden wir uns während unseres Schlafes etwa drei- bis fünfmal und träumen in dieser etwa fünf bis vierzig Minuten lang. Und obwohl wir etwa ein Achtel unseres Lebens mit träumen verbringen, haben wir das Gefühl, fast nie zu träumen. Wachen wir nämlich nicht direkt nach der REM-Phase auf, ist die Erinnerung an den Traum wieder verschwunden. Am häufigsten verarbeiten wir in Träumen zurückliegende Ereignisse und auch Eindrücke längst vergangener Tage. Unser Gehirn sortiert im Schlaf: Wichtiges wird in das Langzeitgedächtnis einsortiert, Unwichtiges gelöscht. Dafür sollen MCH-Zellen verantwortlich sein, denn ausgerechnet in unserer Traumphase sind sie am aktivsten. Da sie unseren Traum für unwichtig halten, verhindern sie dessen Speicherung in unserem Gehirn.“

 

„Das ist ja alles gut und recht, aber nun möchte ich endlich deinen Traum dieser Nacht hören“, meckerte meine Freundin ungeduldig. „Der muss äußerst wichtig gewesen sein, wenn du dich jetzt noch daran erinnern kannst.“

„Ups, jetzt habe ich ihn doch glatt vergessen …“

 

Lisa Passler, 3bS


Überall Werbung

Als ich letztens durch Instagram gescrollt habe, fiel mir auf, dass jeder dritte Post Werbung war. Überall, wo man hinschaut, findet man Werbung: beim Fernsehen, in den sozialen Netzwerken, im Radio sowie auf Internet-Webseiten. Besonders Jugendliche, die viele Stunden im Tag damit verbringen, Youtube-Videos zu schauen, durch Instagram zu scrollen oder Musik auf Spotify zu hören, sind dauernd Werbung ausgesetzt. Kann das gefährlich sein?

 

Werbung gibt es schon lange, immerhin ist sie verantwortlich für gute Verkaufszahlen. Wo im Mittelalter Marktschreier für ihr Produkt warben, sind es heutzutage Online-Anzeigen oder Werbung in Form von Plakaten. Man findet sie überall. Dabei ist einem nur selten bewusst, wie schädlich sie sein kann. In der USA war ab Mitte der 1960er-Jahre Zigarettenwerbung im Fernsehen allgegenwärtig. Die Tabakindustrie verkaufte den damaligen Menschen Zigaretten, mit der Botschaft, sie wären gut für ihre Gesundheit. Sie warb mit bekannten Athleten, welche Zigaretten nur in den schönsten Farben priesen. Als der Baseballspieler Babe Ruth, der selbst für Zigaretten geworben hatte, dann an Krebs erkrankte und im Alter von 53 Jahren verstarb, häuften sich wissenschaftliche Nachweise, dass Zigaretten keineswegs gut für die Gesundheit waren und das Risiko für Krebs drastisch erhöhten. Die Tabakindustrie versuchte mit eigenen Studien, diese Aussagen zu entschärfen, trotzdem wurde die Werbung für Tabak in der USA im Jahr 1971 verboten.

Bestimmte Werbung kann also sehr schädlich für unsere physische Gesundheit sein, doch auch unsere psychische Gesundheit kann stark darunter leiden: In den sozialen Netzwerken wird man ständig mit dem konfrontiert, was man nicht hat. Teure Produkte werden empfohlen, von denen man bisher keine Ahnung hatte und Artikel, die man einmal im Internet sucht, scheinen später in jeder zweiten Werbung auf. Kontinuierlich werden neue Produkte entwickelt, die um einiges besser sind als die alten. Jedes Halbjahr wird ein neues High-End-Smartphone vorgestellt, jede zweite Woche erscheint bei großen Fast-Fashion-Ketten wie H&M oder Zara eine neue Kollektion, sodass man in jeder Hinsicht mit dem Kaufen nicht mehr nachkommen kann. Produkte, die man vor kurzem gekauft hat, gehören in Nullkommanichts der Vergangenheit an oder sind aufgrund ihrer Qualität nach mehrmaligem Tragen bereits reif für den Mülleimer. Der massenhafte Konsum, zu welchem uns diese ständige Werbung leitet, belastet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Umwelt.

Um diesem Teufelskreis zu entfliehen, sollte man sich bewusst machen, dass man nicht immer das Beste haben muss. Wenn man beginnt, die Dinge zu schätzen, die man bereits besitzt, wird das Verlangen nach Neuem deutlich schwächer. Es wird einem auch klar, dass all die Menschen, denen man auf den sozialen Netzwerken folgt, Geld mit Werbung verdienen und man nicht sofort immer alles haben muss, das einem vor Augen gehalten wird.

 

Samuel Schneider, 2bS


ZUM NACHLESEN

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Geschlechtsrollen
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Viele Wege, ein Sinn
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