Vom Buch zum Film – muss das sein?

Ich habe kürzlich gesehen, dass die „Harry Potter”-Filme im Fernsehen gelaufen sind. Da habe ich wieder mal darüber nachgedacht, wie schlecht diese Verfilmungen im Gegensatz zu den Büchern sind. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich liebe diese Filme, aber sie sind nicht annähernd so gut wie die Bücher. Die Harry Potter-Saga ist aber nicht die einzige, deren Filmadaption schlechter ist als sie selbst. Es gibt so einige Gründe, warum ein Film weit an der Exzellenz der Buchvorlage vorbeifliegt:

• Viel zu viel Handlung wird in viel zu wenig Film „hineingestopft”. Hier sind die Harry Potter-Filme ein gutes Beispiel. Das fünfte Buch, „Harry Potter und der Orden des Phönix”, ist mit 1021 Seiten das längste Harry Potter-Buch, der fünfte Film ist jedoch der kürzeste der Filme. Warum? Weil viele wichtige Szenen, Dialoge oder komplette Storylines einfach weggelassen wurden. So werden auch Charaktere komplett anders dargestellt als in den Büchern, weil wichtige Szenen fehlen. Viele Charaktere können so eintönig oder eindimensional erscheinen, obwohl sie das in der Buchvorlage definitiv nicht sind.

• Zu alte Schauspieler werden für die Rollen von Kindern oder Jugendlichen ausgewählt. In diesem Zusammenhang kommen mir sofort die „The Hunger Games”-Filme in den Sinn. Damit man diesen Punkt versteht, muss ich kurz auf die Handlung des entsprechenden Buches eingehen: Bei den jährlichen „Hunger Games” treten 24 Kinder und Jugendliche in einem makabren „Spiel” gegeneinander an, anscheinend, um den Frieden im Land Panem zu erhalten. Aber aus diesem Spiel kann nur eine Person lebend herauskommen. Es geht also praktisch darum, dass sich Kinder zwischen 12 und 18 Jahren wegen des diktatorischen Regimes Panems gegenseitig umbringen. Die Hauptfigur des Films, Katniss Everdeen, die im Buch 16 Jahre alt ist, wird von Jennifer Lawrence gespielt. Sie ist beim Dreh des Films jedoch schon 22 Jahre alt. Dieser Altersunterschied nimmt dem Film einen großen Teil der Nachricht, die das Buch eigentlich rüberbringen wollte. Das Regime Panems ist genau deshalb so grausam, weil es Kinder dazu bringt, sich gegenseitig umzubringen. Denn seid mal ehrlich: Was ist schlimmer mitanzusehen? Wie sich Kinder gegenseitig umbringen oder wenn es Erwachsene tun?

• Ein Film kann auch per se grottenschlecht sein. Die obgenannten Filme zu Harry Potter und The Hunger Games waren, werden sie nicht mit den Büchern assoziiert, eigentlich sehr gut. Die Szenerie ist schön, die Effekte sind gut gemacht und die Leistung der Schauspieler ist ebenfalls mehr als nur akzeptabel. Aber einige Filmstudios verändern die Aspekte eines Buches so sehr für den Film, dass einfach keine gute Geschichte mehr herrauskommen kann. Hier ist der Film „Eragon” ein gutes, oder besser gesagt, ein schlechtes Beispiel. Die Charaktere sehen kein bisschen aus wie im Buch, verhalten sich komplett anders, die Welt von Eragon wurde nicht überzeugend und die Handlung langweilig rübergebracht. Aber nicht nur Personen, die die Bücher gelesen haben, finden den Film schlecht. Auch „Nichtleser” sowie professionelle Film-Kritiker sind sich einig, dass dieser Film sehr wenige gute Seiten hat. Auf der Film-Bewertungsseite „Rotten Tomatoes” (www.rottentomatoes.com) bekam der Film nur von 16% der Zuschauer eine positive Bewertung, das Buch hat auf den meisten Seiten 4,5 von 5 Sternen bekommen.

Was ich mit all diesen Beispielen sagen will, ist: Meiner Meinung nach wäre es besser, wenn einige (und besonders die guten) Bücher keine Verfilmung bekommen würden. Denn im Endeffekt wird man als Leser in 9 von 10 Fällen vom Film enttäuscht.

Mara Nicolussi Moz, 1aR


Psychische Gesundheit ist wichtig …

Letztens habe ich auf Instagram einen interessanten Post gesehen, der sich mit der psychischen Gesundheit von uns Menschen während der Coronakrise beschäftigt. Erst nachdem ich den Text gelesen hatte, wurde mir klar, wie wenig ich über das Thema wusste – und habe begonnen, mich im Internet sowie auf den verschiedensten sozialen Netzwerken damit zu befassen. Dabei erkannte ich, dass wir noch immer viel zu wenig darüber sprechen. Über körperliche Krankheiten spricht man tagtäglich, doch dabei kommen psychische Krankheiten oftmals viel zu kurz. Nur weil man sie nicht sofort erkennen kann, muss das nicht heißen, dass sie eine geringere Gefahr bergen. Depression ist eine der weitverbreitetsten psychischen Krankheiten weltweit. 264 Millionen Menschen aller Altersgruppen sind davon betroffen. Im schlimmsten Fall kann Depression zu Selbstmord führen. Das Coronavirus und der damit einhergehende Lockdown verschlimmert die Lage extrem. Angesichts neuer Realitäten der Arbeit von zu Hause aus, der vorübergehenden Arbeitslosigkeit, des Heimunterrichts von Kindern und der fehlenden sozialen Kontakte zwischen Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen ist es wichtig, dass man auf seine geistige Gesundheit achtet. Schnell fühlt man sich einsam und kann in eine dunkle Spirale rutschen. Der Winter mit seinen langen Nächten und kalten Tagen verstärkt diese Gefühlsspirale. Hinzukommt die unsichere Zukunft und die Folgen der Covid-Erkrankung. Manchmal ist es schwierig, da noch positiv zu denken. Doch was kann man tun, um die negativen Gedanken loszuwerden und psychische Krankheiten vorzubeugen? Kleine Dinge wie etwas Sport, eine gesunde und ausgewogene Ernährung und der Mut, mit anderen Menschen offen über seine Gefühle und Probleme zu sprechen, sind sehr effektiv. Man sollte sich im Laufe des Tages immer wieder eine kurze Pause gönnen und sich gezielt an etwas erinnern, wofür man dankbar ist, und sich für kleine Dinge belohnen, die man geschafft hat.

Auch wenn man sich im Moment wohlauf fühlt, sollte jedem klar sein, dass man nicht wissen kann, wie es Freunden und Familienmitgliedern im Moment ergeht. Macht ihnen die Isolation zu schaffen? Ein Anruf und ein kleines Zeichen, dass man für den anderen da ist, kann bereits Wunder wirken. Besonders jetzt ist es wichtig, dass wir alle eine positive Stimmung verbreiten und auf uns selbst sowie auf uns gegeneinander achtgeben.

 

Samuel Schneider, 2bS


Katzen

Es war ein leicht bewölkter Donnerstagnachmittag. Da alle anderen Lokale geschlossen hatten, musste ich mich mit der wohl heruntergekommensten Bar des Dorfes zufriedengeben. Schon bevor ich sie betrat, wurde mir der Unmut, der unter den Barbesitzern und den Trinkern herrschte, klar. Der Besitzer eines anderen Cafés saß vor dem Eingang. Sichtlich wütend über irgendeine Nachricht, von der ich nichts gehört hatte, schrie er mich mehrmals an, wo denn die Autonomie sei. Da ich nicht genau wusste, wo denn besagte Autonomie sei, ließ er mich sichtlich genervt die Tür öffnen.

In der Bar suchte man nicht nach Autonomien, sondern nach Antworten – nachdem man sich übelst über den Cafébesitzer aufgeregt hatte, der wohl jedem, der die Bar betrat, dieselbe Frage stellte. Während er draußen gestresst seinen Cappuccino trank, begann ein Besucher, der anscheinend die Kellnerin gut kannte, sich Sorgen darüber zu machen, wie viel Bier er kaufen solle, da er in nächster Zeit wohl keines mehr außerhalb seiner Wohnung konsumieren könne. Ein anderer prahlte mit den enormen Mengen, die er bereits gekauft hatte.

Erst nach einiger Zeit bemerkte ich eine mystische Person, die zwischen den beiden saß. Es war einer der Dorfältesten – einer von denen, die von drei Uhr nachmittags an durch die verschiedenen Bars tingeln. Je nach Uhrzeit kann man ihn sehr leicht aufspüren, was aber niemand macht. Er war sehr still. Nur ein wunderbarer Satz kam über seine Lippen. Er hatte weder etwas mit dem Bier-Thema zu tun noch mit irgendeinem anderen Thema, das in der Bar besprochen wurde. Im Nachhinein glaube ich, er wollte seine Gedanken nur mit irgendjemandem teilen oder irgendetwas äußern, obwohl niemand ihm zuhörte. „Früher haben wir auch Katzen gegessen.“

 

Natan Noah Mutschlechner, 4aS


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